10 Jahre Uganda - Rückblick wie alles begann

Liebe Freunde,

  • 10 Jahre Uganda
  • 10 Jahre ohne fließendes Wasser und Strom
  • 10 Jahre kaputte Straßen = kaputte Autos (in diesen 10 Jahren bereits der dritte Dienstwagen)
  • 10 Jahre Freude im Missionsdienst
  • 10 Jahre, in denen viele tausende Menschenherzen durch unseren Dienst hier berührt und verändert wurden
  • 10 Jahre ohne Schnee =)
  • Nach 10 Jahren und 2 Jahren Bearbeitung meiner Staatsbürgerschaft bin ich jetzt offiziell Ugander. Warten war noch nie meine Stärke – doch wenn man das Richtige tun will, muss man manchmal warten … oder zahlen.

So hatte ich die Möglichkeit, alles schnell mit etwas Korruption zu bekommen – oder den längeren Weg zu gehen, gemäß dem Gesetz und den Richtlinien. Eine Freundin, die mir half, fragte mich beim letzten Schritt:
„Jonas, was willst du jetzt machen? Du kennst das System – willst du den natürlichen Weg gehen und warten, oder machen wir es mit Kuvert?“

Ich habe gewartet, durfte Gottes Führung erleben und freue mich sehr, dass der natürliche Weg erfolgreich war. Das ist zurzeit in Uganda ein kleines Wunder – umso mehr freue ich mich darüber.

Trotz allem bin ich stolz, Ugander zu sein. Es ist ein wunderschönes Land mit großartigen Menschen. Ein Land voller Potenzial und gleichzeitig voller Einfachheit – eine Einfachheit, die wir jeden Tag neu lernen dürfen.
So wie heute: Wenn der Strom seit zwei Tagen weg ist, sitzt du eben mal 10 Minuten am Gaskocher und machst dir ganz in Ruhe deinen Tee oder Kaffee.

Aber für alle die sich jetzt sorgen machen ich habe auch weiterhin meinen deutschen Pass.

 

Heute schauen wir einmal zurück:

2010 hat alles begonnen. Gerade hatte ich mein Abitur abgeschlossen und meinen VW Golf verkauft, um genug Geld zu haben, für 6 Monate als Volontär nach Uganda zu gehen.

Alles begann bei Vision für Afrika. Zunächst war ich als Helfer in den Waisenhäusern eingeplant, wurde dann jedoch kurzfristig für 3 Monate auf Reisen geschickt. Mit der Arbeit im Patenschaftsbüro durfte ich durch ganz Süduganda reisen.

Die weiteren 3 Monate konnte ich dann wie geplant als Volontär in den Kinderhäusern verbringen. Es war eine wunderschöne Zeit, auf die ich gerne zurückblicke. So vergingen meine ersten 6 Monate in Afrika wie im Flug.

 

Zurück in Deutschland war es anfangs nicht leicht, mich wieder an das Leben hier zu gewöhnen – das „Afrika-Fieber“ hatte mich gepackt. Und so ging es nach ein paar Monaten erneut zurück nach Uganda. Diese Reise sollte 3 Monate dauern und wurde durch meine Ferienjobs in Deutschland finanziert.

Voller Freude durfte ich wieder in den Kinderhäusern arbeiten. Hier begannen auch die ersten Sammelaktionen: Fußbälle, Trikots und ganze Sätze wurden mit nach Uganda gebracht. So konnten über 30 Waisenjungen zum ersten Mal überhaupt mit eigenen Fußballschuhen und Trikots ausgestattet werden – die Freude war riesig!

Im Jahr 2012, kurz vor Beginn meines Studiums, ging es dann zu Einsätzen nach Kenia – zu Peter und Becci Franz (GFI). Als Team von Freiwilligen waren wir in Schulen, Gemeinden und bei Evangelisationen unterwegs. Es war ein anderes Afrika: Nordkenia war nicht mehr so grün und fruchtbar wie Uganda, sondern heiß und trocken.

2013 stand erneut ein Afrikaeinsatz an. Dieses Mal arbeitete ich mit Pastor Allen zusammen, einem guten Freund von Peter und Becci Franz, den ich in Kenia kennengelernt hatte.
Das erste Fußballturnier mit Evangelisation fand im Ghetto von Nairobi statt, ein weiteres folgte an der Grenze zu Somalia. Und so nahm die Führung Gottes ihren Lauf.

Viele Turniere folgten in den nächsten Jahren – in Ruanda, Kenia und Uganda. Seit 2015 war ich Vollzeitmissionar. In den Jahren 2015 bis 2020 folgten zahlreiche Missionsreisen und unzählige Fußballturniere, mit dem Ziel, die Liebe Gottes durch den Sport zu den Menschen zu bringen, junge Leute dort abzuholen, wo sie stehen, und ihnen die gute Nachricht von Jesus weiterzugeben.

Im Jahr 2020 wurde dann NSC gegründet, und seitdem steckt unser ganzes Herz in dieser Arbeit.

 

Natürlich gab es auch viele Herausforderungen:
Von der Corona-Pandemie, während der wir täglich mehrere Polizeikontrollen hatten, weil offiziell niemand Auto fahren durfte und wir aber trotzdem weiter Reich Gottes Bauen durften. Bis hin zu körperlichen Belastungen – wie drei Monate unter Schmerzmitteln, weil mein Rücken nicht mehr mitmachen wollte.

Doch die Leidenschaft und die Liebe zum Dienst im Reich Gottes haben uns immer getragen. Zudem sind wir sehr privilegiert, weil wir die Früchte unserer Arbeit täglich sehen dürfen.

Es ist eine große Ehre, im Reich Gottes zu arbeiten – aber auch eine große Verantwortung.
Vor 15 Jahren war ich für ein paar Trikots und Fußbälle verantwortlich – heute sind es hunderte Kinder und über 10 Mitarbeiter.

Man wächst mit seinen Aufgaben – aber manchmal wachsen die Aufgaben auch über den Kopf hinaus. In solchen Momenten dürfen wir immer wieder zu unserem großen Chef im Himmel schauen und neue Kraft und Führung empfangen.

Ich möchte mich heute – nach insgesamt 15 Jahren in Uganda, davon 10 Jahre im vollzeitlichen Dienst – von Herzen bei dir/euch bedanken.
Ohne eure Gebete und eure Unterstützung in jeglicher Art und Weise wäre all das nicht möglich gewesen.

Wir schauen voller Freude nach vorne und sind gespannt, was Gott für die nächsten 10 Jahre vorbereitet hat.

Danke, dass du/ihr hinter uns steht!
Danke, dass du/ihr uns den Rücken freihält!
Danke, dass du/ihr so großzügig seid!
Danke, dass du/ihr uns vertraut!

Auch hier in Uganda sehen wir, wie viele Werte zunehmend verloren gehen. Die Islamisierung nimmt stark zu – es werden mehr Moscheen als Kirchen gebaut, zumindest nach dem, was wir hier beobachten. Umso wichtiger ist es, dass wir weiter am Reich Gottes bauen und unter seiner Führung vorangehen.

Liebe Grüße aus Uganda

Jonas, Rhiter, Josiah und Zoe, sowie das gesamte NSC-Team    

 

 

P.S. Unser Leben und Dienst wird ausschließlich durch Spenden finanziert, wir freuen uns über jede Einzelspende und noch mehr über Daueraufträge auf folgendes Spendenkonto.

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  • AB 192 - NSC
  • AB 193 - Start Up (Geschäftsideen, Hilfe zur Selbsthilfe)

Selbstverständlich werden Spendenbescheinigungen erstellt, sofern ihr eure Adresse angebt.